Als Workshop führen
Ein erprobter 15-Minuten-Ablauf, Erweiterungsideen und die Quintessenz, die bleibt.
Ein erprobter Ablauf, der die ganze Geschichte in ~15 Minuten erzählt:
- Stufe 1 laufen lassen. Marken an/aus schalten. „Seht ihr - ohne Kommunikation keine Ameisenstraßen." (Stigmergie)
- Stufe 2 starten. Anfangs Chaos, Sammelrate niedrig. Dann zusehen, wie die Kurve klettert und die Politik-Tabelle sich füllt. „Niemand hat ihr die Regeln gesagt."
- Politik vergleichen. „Politik-Match" zeigen. „Die Maschine hat den Code von Stufe 1 selbst gefunden." → Das ist der Übergang Algorithmus → KI.
- Stufe 3. Den pulsierenden Denk-Ring zeigen (Latenz), den lesbaren Gedanken vorlesen, auf den Ghost-Call-Zähler deuten. „Zuverlässigkeit muss man messen."
Kein Teilnehmer muss Code lesen. Trotzdem hat jeder gesehen, was ein Agent ist, was Lernen ist und wo ein LLM hilft - und wo nicht.
Erweiterungsideen
- Käfer + Kämpfer-Kaste - bringt den
WirdAngegriffen-Konflikt (kämpfen vs. fliehen) und Rollen-Spezialisierung. Näher am Original-AntMe!. - Zweite Kolonie - Wettbewerb um dieselben Quellen. Brücke zu echten Multi-Agent-Systemen.
- Modell-Benchmark - Stufe 3 mit verschiedenen lokalen Modellen fahren und Ghost-Call-Rate, Latenz und Sammelrate vergleichen. Im Kern schon ein Mini-Benchmark für agentische Zuverlässigkeit.
Die Quintessenz
Du hast nicht „eine Ameisen-Simulation" gebaut. Du hast eine Schleife gebaut und viermal die Entscheidungs-Box getauscht. Genau das ist die mentale Landkarte für jedes Agentensystem:
Die Umgebung (Welt, Tools, Daten) ist abgekoppelt vom Entscheider (Regel, Netz, LLM). „KI" ist die austauschbare Box in einem Loop, den es vorher schon gab - nicht der Loop selbst.
Wer das einmal mit eigenen Augen gesehen hat, fällt auf keinen KI-Hype mehr herein.